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Irgendwie ging es mir - vor einigen Jahrzehnten - um das Verstehenwollen völlig unverständlicher Zusammenhänge. Und zu diesen dem „gemeinen
Verstand“ gänzlich unzugänglichen Dingen gehört die moderne Physik. Diese Wissenschaft ist unverständlich - aber sie scheint zu „funktionieren“. Und über diese Dinge denke ich seit geraumer Zeit nach.
Und es ist bei diesem Versuch - vielleicht - auch etwas herausgekommen. Man kann über bestimmte Dinge nachdenken. Man kann viel lernen. Man kann versuchen, beides miteinander zu verbinden. Die Ergebnisse sind nicht
immer optimal. Kompromisse werden dabei unvermeidlich sein. Das Wissen ist das eine - Zusammenhänge erkennen das andere. Je umfangreicher das Detailwissen, um so schwerer wird es sein, einen Gesamtüberblick zu
gewinnen und zu bewahren. Die immer weiter fortschreitende Spezialisierung - auch und gerade in der Physik -, entwickelt eine Eigendynamik, die nicht nur von Vorteil ist. Hier kann m. E. nur eine „Kritik von
außen“ korrigierend eingreifen. Die Erfolgsaussichten einer solchen Kritik allerdings dürften sehr bescheiden ein. Und somit wird es auch in Zukunft keinen wahren Erkenntnisfortschritt geben. Wissenschaft
betreiben wird sich im Erstellen von Handlungsvorschriften erschöpfen. Nur der Pragmatismus zählt noch. Wir leben nun einmal in einer fast ausschließlich pragmatisch orientierten Zeit und Gesellschaft.
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